Grund- und Werkrealschule Sulz am Neckar - Vöhringen - Empfingen

Der Bau-Bus an der Werkrealschule in Sulz

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Bauberufe? Spannend und vielfältig – und die Kohle lässt sich auch zeigen

Bau dein Ding: Kurz, knackig und präzise das Motto, unübersehbar aber präsentierte sich der zwölf Meter lange Multimedia- „BauBus“ bei der Grund- und Werkrealschule Sulz. Denn „deine Baustelle heißt Zukunft“, unter diesem Schlagwort zeigte das gelbe Gefährt mit seinen vielen sehr lebensnahen Informationen den Schülern und (ja auch!) den Schülerinnen der achten Klassen, dass Bauberufe viel, viel mehr bieten als mehr oder weniger ödes Arbeiten draußen bei Wind und Wetter. Und wenig Gehalt …

Ganz im Gegenteil: An der Hörbar, bei Raumberechnungen, beim Puzzeln eines Hauses oder beim Verbinden von Rohren, bei der Fühlbar und etlichen Stationen mehr konnten die Schüler erkennen, dass viel gefordert wird bei Bauberufen, dass die Arbeit sehr abwechslungsreich und geradezu spannend sein kann. Nicht nur beim simulierten Bungee-Jump, das besonders viel Spaß machte und verdeutlichte, dass manchmal auch Mut dazu gehört, wenn man am Bau schafft. „Bau dein Ding“, die Aktion, mit der zwei „Experten vom Bau“ jeden Tag von Freiburg ganz Baden-Württemberg bereisen, zeigt den Achtklässlern die ganze Bandbreite von über 20 Ausbildungsberufen, die die Baubranche bereithält. Und nur so nebenbei: Die Ausbildungsvergütung bei einem Bauberuf ist teilweise doppelt so hoch wie  in anderen Berufssparten.

Und so versuchten die „Jungs und Mädels“ der achten Klassen in Sulz, manchmal mit mehr, gelegentlich auch mit weniger Motivation, die Aufgaben in und außerhalb des Buses zu lösen. Wobei mit Sicherheit allen deutlich wurde: die Anforderungen sind gar nicht „so ohne“. Egal ob es sich  um mathematische Berechnungen handelte oder um die Zuordnung von Werkzeugen und Bauberufen.

„Allzu viele winken gleich mal ab, wenn es darum geht, ob sie einen der zahlreichen Berufe, die das Bauhandwerk anbietet, ergreifen wollen“, sagten die beiden Baufachleute: „Doch wir bieten vom Maurer über den Zimmerer bis zum Spezialtiefbauer, und das alles auch in weiblicher Form,  viele verschiedene und interessante Berufsmöglichkeiten an.“ Weil bedauerlicherweise gerade junge Leute, die eigentlich das Können mitbringen würden, aber zu wenig Bescheid wissen, darum fährt der Truck jeden Tag einen anderen Ort an. Zur Information und Aufklärung. Und vielleicht, so die Hoffnung, hat nicht nur der „Bauberufe-Checker“, sondern das gesamte zweistündige Hineinschnuppern in eine derart vielfältige Berufssparte bei dem einen oder der anderen das Interesse geweckt für die demnächst anstehende Berufswahl.